Hüftoperation

Im Rahmen einer Hüftoperation wird ein künstliches Hüftimplantat, als Ersatz für das erkrankte Gelenk eingesetzt. Das Implantat ist dem menschlichen Hüftgelenk nachempfunden und besteht somit aus einigen Komponenten. Eine Pfannenprothese ersetzt die Gelenkpfanne des Beckens. Der Schenkelhals und der Hüftkopf werden durch einen Prothesenschaft mit einem aufliegenden Kunstkopf ersetzt.

Eine Hüft Op kann notwendig sein, wenn die Schmerzen, bzw. andere Beschwerden, nicht durch konservative Behandlungsmöglichkeiten therapiert werden können. Zu diesen konservativen Behandlungsmethoden gehören zum Beispiel Physiotherapie und Bäder.

In Mitteleuropa gehört eine Hüftoperation zu den Standardoperationen. In Deutschland werden jedes Jahr ungefähr 180.000 dieser Operationen durchgeführt. Wird die Hüftgelenk Operation korrekt durchgeführt, werden die Beschwerden verringert und die Beweglichkeit verbessert sich wieder. Wie gut das Resultat der Hüft Op ausfällt hängt allerdings von der Ausgangssituation, sowie der Art der Erkrankung ab.
Eine Fixierung der Prothesen im Knochen ist mit oder ohne Knochenzement möglich. Falls die Knochenqualität gut genug ist, kann auch eine Mischform der Fixierung gewählt werden.

Da es sich bei einer Hüft Op um einen länger geplanten Wahleingriff handelt, kann auf Wunsch eine Eigenblutspende stattfinden. Eine Eigenbluttransfusion hat den Vorteil dass man die Übertragung von Krankheiten zu 100 Prozent ausschließen kann. Bei Fremdblutkonserven bleibt, trotz strengster Überprüfungen, ein kleines Restrisiko erhalten.
Eine Hüftgelenk Operation führt meistens zu einem Krankenhausaufenthalt von etwa zwei bis drei Wochen. Danach wird die Rehabilitation entweder ambulant oder stationär durchgeführt und gestaltet sich sehr unterschiedlich. Eine Erstmobilisierung findet normalerweise schon einen Tag nach der Hüftgelenk Operation statt. Ein Physiotherapeut zeigt dem Patienten welche Bewegungen er nach der Hüftoperation wie auszuführen hat und welche nicht ausgeführt werden.