Schleimbeutelentzündung in der Schulter

Ein Schleimbeutel (lateinisch Bursa) befindet sich immer an Körperstellen, an welchen unter Druck verschiedene Gewebeschichten gegeneinander reiben, beispielsweise in Schulter, Knie oder Ellenbogen. Die Schleimbeutel fangen den entstehenden Druck ab, wenn unter Belastung Gewebeschichten aneinander reiben. Somit üben Schleimbeutel eine wichtige Schutzfunktion aus, denn sie dienen als Puffer und Abstandshalter. Mit Flüssigkeit gefüllt gleichen Schleimbeutel Druck- und Belastungsveränderungen aus. Wenn die Belastung durch Fehlfunktion oder Überbelastung zu groß wird, wird der Schleimbeutel überstrapaziert und er kann Schaden nehmen und es kommt in manchen Fällen zur Schleimbeutelentzündung in der Schulter (Bursitis in der Schulter) kommen, eine schmerzhafte Entzündung eines oder mehrerer der vier vorhandenen Schleimbeutel in der Schulter.

Wodurch entsteht eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter – Bursitis in der Schulter?

In den meisten Fällen spielt die mechanische Überlastung eine ausschlaggebende Rolle. Belastungen der Schulter beim Sport, bei der Arbeit, bei Tätigkeiten im Haushalt wie Renovieren etc. können eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter auslösen. Wiederholte Stürze auf dieselbe Schulter, beispielsweise beim Sport, können eine Schleimbeutelentzündung auslösen. Zudem können ebenso rheumatische Erkrankungen der Schulter zur Bursitis in der Schulter beitragen oder diese verursachen. Zahlreiche klassische Schultererkrankungen, beispielsweise Risse in der Rotatorenmanschette, eine Schultersteife im akuten Stadium, Kalkdepots etc. verursachen eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter. Dabei sind Männer und Frauen gleich betroffen. Wenn in den Schleimbeutel der Schulter Kalkablagerungen einbrechen, wird dies als Bursitis calcarea bezeichnet.

Wie äußert sich die Schleimbeutelentzündung in der Schulter?

Das Hauptproblem der Betroffenen einer Bursitis in der Schulter sind Schmerzen. Wenn auf Schulterhöhe oder auch darüber gearbeitet wird, machen sich die Schulterschmerzen besonders bemerkbar und auch andere Tätigkeiten wie das Anziehen eines Kleidungsstücks kann bereits starke Probleme bereiten. Auch nächtliche Schmerzen sind ebenso in der erkrankten Schulter vorhanden. Da die Betroffenen keine nächtliche Ruhe finden und immer wieder sofort wach werden, wenn sie sich während des Schlafes auf die betroffene Schulter legen, suchen die Betroffenen einen Arzt auf. Der Verlauf einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter ist manchmal akut und entwickelt sich schnell, das heißt innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen und oftmals ist die Schleimbeutelentzündung in der Schulter chronisch und entsteht über Wochen oder Monate langsam und wird Schritt für Schritt schlimmer.

Wie wird eine Bursitis in der Schulter diagnostiziert?

Wenn nach dem Sichten und Tasten noch keine Sicherheit über die Diagnose vorhanden ist, wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Dies ist insbesondere bei tief liegenden Schleimbeuteln sehr wichtig, denn diese zeigen wenig offensichtliche Symptome. Im Idealfall zeigt eine MRT (Magnetresonanztomografie) den deutlichsten Befund.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Behandlung oder Vorsorge nährstoffmedizinisch zu begleiten. Knorpel- und Bindegewebsaufbaustoffe, wie natürliche Kieselsäure aus Brennnesseln oder Ackerschachtelhalm und Kollagen-Hydrolysat stärken das Bindegewebe und sind daher auch prophylaktisch anwendbar. Frische Kräuter und Gewürze, sowie ein Verzicht auf größere Mengen Kohlenhydrate helfen schließlich direkt die Entzündung zu bekämpfen. Auch Zwiebeln oder dunkle Schokolade erfüllen diesen Zweck.